Stephanskirchen – Nach Abschluss der Kommunalwahl zieht der Kreisverband Parteifreie / ÜWG Rosenheim eine klare Bilanz: In den Gemeinden des Landkreises bleiben die Parteifreien die stärkste Kraft, auch wenn das Kreistagsergebnis hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Auf Kreisebene profitieren etablierte Parteien weiter von Listenkreuzen, während die Parteifreien besonders bei Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen punkteten.
Kreisvorsitzender Georg Huber (Samerberg) und die parteifreien Bürgermeister stellten bei der umfangreichen Wahlanalyse in Stephanskirchen fest, dass die Parteifreien vor Ort über großes Potenzial an geeigneten Persönlichkeiten verfügen. In den drei Stichwahlen Brannenburg, Kolbermoor und Rimsting sicherten sich jeweils parteifreie Bewerber die Mandate, womit der Kreisverband 22 parteifreie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stellt – nahezu die Hälfte aller Amtsinhaber im Kreis.
„Man kann sich über Erfolge freuen, aber wichtiger ist, dass es den Gemeinden gut geht – egal, ob man ein Parteibuch hat oder nicht“, betonte Huber. Der zweite Vorsitzende, Christoph Schneider (Neubeuern), ergänzt: „Die überparteiliche Zusammenarbeit mit allen Fraktionen ist ein Erfolgsmodell in unseren Kommunen.“
Die Parteifreien sind längst auch in größeren Rathäusern fest verankert. In Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Brannenburg, Nußdorf, Neubeuern, Bad Feilnbach, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prien, Breitbrunn, Gstadt, Rimsting, Eggstätt, Vogtareuth, Griesstätt, Babensham, Soyen, Albaching, Pfaffing, Feldkirchen-Westerham und Kolbermoor führen derzeit Bürgermeister ihr Amt parteifrei.
Ehrenvorsitzender Dieter Kannengießer fügte hinzu, dass die kommunale Verwurzelung das Rückgrat der parteifreien Wählervereinigungen sei – eine flächendeckende Präsenz im Landkreis. Gleichzeitig werde man immer noch mit der Aiwanger-Partei der „Freien Wähler“ verwechselt, wofür künftig mehr Öffentlichkeitsarbeit nötig sei.
Ausblick: Die Parteifreien/ÜWG setzen weiterhin auf eine starke kommunale Basis, regionale Nähe und lösungsorientierte überparteiliche Zusammenarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden und im Landkreis Rosenheim.

Unsere Aufnahme zeigt von links parteifreie Bürgermeister und Kreisräte nach der Wahlanalyse in Stephanskirchen: Alois Anetsberger (Vogtareuth), Bernd Fessler (Großkarolinenfeld), Max Singer (Bad Feilnbach), Karl Liegl (Flintsbach), Christian Moser (Rimsting), Thomas Weber (Soyen) , Toni Strahlhuber (Griesstätt), Holger Steiner (Flintsbach), Karl Mair (Stephanskirchen) Christian Zweckstätter (Brannenburg), Christoph Schneider (Neubeuern), Thomas Rothmayer (Kolbermoor), Johannes Zistl (Feldkirchen-Westerham), Christoph Vodermaier (Riedering), Andreas Friedrich (Prien a.Ch.), Georg Huber (Samerberg). Vorne: Rudi Schreyer (Albaching), Dieter Kannengießer (Kolbermoor), Gudrun Unverdorben (Bad Endorf), Rudi Leitmannstetter (Vortareuth.




